Benzinpreise zu hoch: Fehlt Deutschland der Wettbewerb an den Tankstellen?

Wer regelmäßig tankt, kennt das Gefühl: Der Rohölpreis fällt, doch an der Zapfsäule scheint davon zunächst wenig anzukommen. Gleichzeitig können sich die Preise für Super E10 innerhalb eines einzigen Tages mehrfach verändern. Dass dieser Eindruck nicht nur subjektiv ist, zeigen Daten des Bundeskartellamts. Während Tankstellen ihre Preise 2014 im Durchschnitt noch etwa vier- bis fünfmal täglich änderten, waren es Anfang 2024 bereits rund 18 Preisänderungen pro Tag. Gleichzeitig stellte die Behörde in ihrer Untersuchung des Kraftstoffmarktes fest, dass die Bedingungen für funktionierenden Wettbewerb in der deutschen Mineralölwirtschaft schwierig sind. Regional gibt es teilweise nur wenige relevante Lieferanten, während hohe Markttransparenz und gegenseitige Abhängigkeiten der Unternehmen zusätzliche Wettbewerbsrisiken schaffen.

Hohe Benzinpreise in Deutschland und Wettbewerb an den Tankstellen

Doch selbst deutlich stärkerer Wettbewerb würde Benzin in Deutschland nicht plötzlich billig machen. Ein erheblicher Teil des Tankstellenpreises wird durch Steuern und Abgaben bestimmt. Im Juli 2026 entfielen nach Berechnungen des ADAC durchschnittlich rund 57 Prozent des Benzinpreises auf Steuern und Abgaben. Allein die Energiesteuer auf Benzin beträgt seit dem 1. Juli 2026 wieder 65,45 Cent je Liter. Dazu kommen CO₂-Kosten und 19 Prozent Mehrwertsteuer. Die aktuelle Zusammensetzung des Benzinpreises zeigt deshalb, warum der Preis an der Zapfsäule nicht parallel zum Rohölpreis fallen muss.

Die Frage, ob Deutschland an den Tankstellen ein Wettbewerbsproblem hat, lässt sich daher nicht mit einem einfachen Ja oder Nein beantworten. Entscheidend ist außerdem, dass der Wettbewerb nicht erst an der Tankstelle beginnt. Zwischen Ölquelle und Zapfsäule liegen Raffinerien, Großhandel, Tanklager, Transport und schließlich der Verkauf an Autofahrer. Gerade auf den vorgelagerten Stufen sieht das Bundeskartellamt inzwischen Anlass für eine genauere Untersuchung.

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Die wichtigsten Zahlen zum deutschen Benzinmarkt

KennzahlWert
Energiesteuer auf Benzin65,45 Cent/Liter
Mehrwertsteuer19 %
Steuer- und Abgabenanteil bei Benzin im Juli 2026rund 57 %
Beobachtete Tankstellen in Deutschlandrund 15.000
Preisänderungen pro Tag 2014etwa 4–5
Preisänderungen pro Tag Anfang 2024durchschnittlich etwa 18
Preisänderungenmüssen nahezu in Echtzeit gemeldet werden
Wettbewerbssituation im GroßhandelBundeskartellamt untersucht strukturelle Störungen

Schon diese Zahlen zeigen, dass sich hinter dem Benzinpreis ein komplexerer Markt verbirgt, als das große Preisschild an der nächsten Tankstelle vermuten lässt.

Wie entsteht der Benzinpreis überhaupt?

Die vielleicht wichtigste Voraussetzung für die Diskussion über hohe Spritpreise ist das Verständnis darüber, wie ein Liter Benzin seinen Preis bekommt.

Häufig wird der aktuelle Rohölpreis als direkter Vergleich herangezogen. Sinkt Brent-Rohöl beispielsweise deutlich, erwarten Autofahrer kurze Zeit später entsprechend niedrigere Benzinpreise.

Grundsätzlich ist dieser Gedanke nachvollziehbar. Rohöl ist schließlich der wichtigste Ausgangsstoff.

Zwischen einem Barrel Rohöl und einem Liter Super E10 an einer deutschen Tankstelle liegen allerdings zahlreiche weitere Schritte.

Rohöl muss zunächst gekauft und nach Deutschland beziehungsweise zu europäischen Raffinerien transportiert werden. Dort wird es verarbeitet. Anschließend gelangen die fertigen Mineralölprodukte über Pipelines, Schiffe, Bahn und Tankwagen zu Tanklagern und letztlich zu den Tankstellen.

Jeder dieser Schritte verursacht Kosten.

Dazu kommen Veränderungen bei Angebot und Nachfrage nach fertigen Mineralölprodukten. Eine hohe Nachfrage nach Benzin kann beispielsweise den Produktpreis erhöhen, obwohl sich Rohöl gleichzeitig kaum verteuert.

Der Rohölpreis ist deshalb wichtig, aber keineswegs identisch mit dem späteren Benzinpreis.

Warum ein fallender Ölpreis nicht sofort billigeres Benzin bedeutet

Ein häufiger Vorwurf lautet, Mineralölunternehmen würden steigende Rohölpreise sofort weitergeben, bei fallenden Preisen dagegen möglichst lange warten.

Ganz so einfach lässt sich der Zusammenhang nicht nachweisen.

Ein wesentlicher Grund liegt darin, dass Tankstellen kein Rohöl verkaufen. Entscheidend ist vielmehr der Beschaffungspreis des fertigen Kraftstoffs.

Außerdem wird Rohöl international überwiegend in US-Dollar gehandelt. Für Deutschland beziehungsweise den Euroraum spielt deshalb der Wechselkurs eine Rolle.

Sinkt der Ölpreis in Dollar um zehn Prozent, während der Euro gleichzeitig gegenüber dem Dollar deutlich an Wert verliert, fällt die Entlastung für europäische Käufer geringer aus.

Auch Raffineriemargen können sich unabhängig vom Rohölpreis verändern.

Wenn Raffineriekapazitäten knapp werden, Anlagen wegen Wartungsarbeiten ausfallen oder die Nachfrage nach bestimmten Produkten steigt, können Benzin und Diesel teurer werden, obwohl Rohöl selbst günstiger wird.

Der Blick auf den Ölpreis allein reicht daher nicht aus.

Mehr als die Hälfte des Benzinpreises kann an den Staat gehen

Einer der größten Unterschiede zwischen dem Rohölpreis und dem Tankstellenpreis sind die staatlichen Belastungen.

Auf Benzin wird in Deutschland eine Energiesteuer von 65,45 Cent pro Liter erhoben.

Diese Steuer ist mengenbezogen. Sie fällt also grundsätzlich unabhängig davon an, ob Benzin an der Tankstelle 1,50 Euro oder 2,20 Euro kostet.

Hinzu kommen die CO₂-Kosten.

Und anschließend kommt noch die Mehrwertsteuer von 19 Prozent hinzu.

Das bedeutet: Sinkt der reine Produktpreis um einige Cent, reduziert sich dadurch zwar auch die Mehrwertsteuer etwas. Die feste Energiesteuer bleibt jedoch bestehen.

Genau deshalb sinkt der Endpreis prozentual nicht genauso stark wie der zugrunde liegende Produktpreis.

Im Juli 2026 lag der durchschnittliche Anteil von Steuern und Abgaben am Benzinpreis laut ADAC bei rund 57 Prozent.

Damit wird deutlich, warum stärkerer Wettbewerb allein das Problem hoher Benzinpreise nicht vollständig lösen könnte.

Selbst wenn Unternehmen ihre Margen reduzieren, bleiben die staatlichen Bestandteile bestehen.

Hat Deutschland tatsächlich zu wenig Wettbewerb?

Hier wird die Sache besonders interessant.

Denn inzwischen äußert nicht nur der eine oder andere Autofahrer Zweifel am Wettbewerb. Auch das Bundeskartellamt sieht strukturelle Probleme.

Seine Untersuchung der Raffinerien und des Kraftstoffgroßhandels kam zu dem Ergebnis, dass die Bedingungen für funktionierenden Wettbewerb schwierig sind.

Dabei geht es nicht ausschließlich um die Tankstelle an der Straßenecke.

Ein wesentlicher Teil des Problems kann bereits viel früher in der Lieferkette entstehen.

Mineralölunternehmen sind teilweise auf mehreren Marktstufen gleichzeitig aktiv. Unternehmen können beispielsweise Raffinerien betreiben, im Großhandel tätig sein und gleichzeitig Tankstellennetze kontrollieren.

Diese sogenannte vertikale Integration ist nicht automatisch problematisch oder gar illegal.

Sie kann allerdings dazu führen, dass unabhängige Marktteilnehmer stärker von Unternehmen abhängig werden, die gleichzeitig ihre Wettbewerber sind.

Das eigentliche Problem könnte vor der Tankstelle liegen

Wer über Wettbewerb beim Tanken spricht, schaut meistens auf die Logos entlang einer Hauptstraße.

Dort stehen möglicherweise fünf Tankstellen verschiedener Marken.

Auf den ersten Blick sieht das nach intensivem Wettbewerb aus.

Doch unterschiedliche Marken bedeuten nicht zwangsläufig, dass dahinter fünf vollständig voneinander unabhängige Lieferketten stehen.

Tankstellen benötigen große Mengen Kraftstoff. Dieser muss von Raffinerien oder Großhändlern beschafft werden.

Und genau hier sind die Alternativen regional teilweise begrenzt.

Das Bundeskartellamt stellte fest, dass gewerbliche Käufer häufig auf Anbieter ihrer jeweiligen Region angewiesen sind.

Der Grund ist relativ banal: Kraftstoff über große Entfernungen zu transportieren kostet Geld.

Zusätzlich bestehen Kapazitätsgrenzen bei Transportwegen und Infrastruktur.

Eine Tankstelle kann deshalb nicht ohne Weiteres sagen: „Der Lieferant hier ist zu teuer, dann kaufe ich eben 500 Kilometer entfernt.“

In vielen Regionen existiert nur eine geringe Zahl relevanter Lieferanten.

Das schwächt die Möglichkeit, Anbieter gegeneinander auszuspielen.

Warum Preisnotierungen das Kartellamt beschäftigen

Ein weiterer Punkt klingt zunächst sehr technisch, könnte für den Wettbewerb aber erhebliche Bedeutung haben: sogenannte Preisnotierungen.

Im Mineralölhandel werden Preise häufig an Referenzwerte gekoppelt.

Das ist grundsätzlich nichts Ungewöhnliches.

Problematisch kann es werden, wenn durch solche Systeme sehr detaillierte Informationen über Preise und Geschäfte verfügbar werden.

Das Bundeskartellamt sieht darin ein mögliches Wettbewerbsrisiko.

Eine sehr hohe Markttransparenz kann nämlich zwei vollkommen unterschiedliche Auswirkungen haben.

Für Verbraucher ist Transparenz grundsätzlich positiv. Wer die Preise mehrerer Tankstellen kennt, kann sich für die günstigste entscheiden.

Wenn Unternehmen jedoch gleichzeitig sehr genau wissen, was ihre Wettbewerber tun, können sie ihr eigenes Verhalten schnell daran anpassen.

Das muss keine illegale Absprache sein.

Genau hier liegt ein wichtiger Unterschied.

Gleiche Preise sind noch kein Beweis für ein Kartell

Wenn drei Tankstellen innerhalb weniger Minuten ihre Preise auf denselben Betrag erhöhen, wirkt das aus Sicht eines Autofahrers verdächtig.

Juristisch reicht diese Beobachtung jedoch nicht aus, um eine Preisabsprache nachzuweisen.

Unternehmen dürfen ihre Konkurrenten beobachten.

Sie dürfen außerdem auf deren Preise reagieren.

Eine Tankstelle kann beispielsweise feststellen, dass der Konkurrent gegenüber Super E10 um sechs Cent verteuert hat, und anschließend ihren eigenen Preis ebenfalls erhöhen.

Dafür müssen die beiden Betreiber nicht miteinander telefoniert oder sich heimlich getroffen haben.

Problematisch wird es, wenn Unternehmen Preise tatsächlich miteinander abstimmen oder sensible Informationen gezielt austauschen.

Das Bundeskartellamt hat bei seiner Sektoruntersuchung keine konkreten Kartellrechtsverstöße festgestellt. Es sieht jedoch Risiken, dass die vorhandenen Marktstrukturen eine stillschweigende Koordinierung erleichtern könnten.

Das ist eine wichtige Unterscheidung.

Ein Markt kann wettbewerblich problematisch sein, ohne dass ein klassisches Kartell nachgewiesen wurde.

Das Bundeskartellamt untersucht inzwischen eine mögliche Wettbewerbsstörung

Die Erkenntnisse aus der Sektoruntersuchung hatten konkrete Folgen.

Im März 2025 leitete das Bundeskartellamt erstmals ein Verfahren auf Grundlage eines neuen Wettbewerbsinstruments ein. Geprüft wird, ob im Kraftstoffgroßhandel eine erhebliche und fortwährende Störung des Wettbewerbs besteht.

Besonders im Fokus stehen die im Großhandel verwendeten Preisinformationsdienste.

Das ist bemerkenswert.

Das klassische Kartellrecht setzt normalerweise an einem konkreten Fehlverhalten an. Eine Behörde müsste beispielsweise eine verbotene Absprache oder den Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung nachweisen.

Das neue Instrument erlaubt unter bestimmten Voraussetzungen einen anderen Ansatz.

Es kann auch untersucht werden, ob die Struktur eines Marktes selbst dazu führt, dass Wettbewerb dauerhaft nicht richtig funktioniert.

Damit rückt die entscheidende Frage stärker in den Vordergrund:

Sind hohe Kraftstoffpreise lediglich das Ergebnis von Rohölpreisen, Steuern und normalen Marktmechanismen – oder verhindert die Struktur des Marktes einen intensiveren Preiswettbewerb?

Warum sich Benzinpreise heute so oft ändern

Für Autofahrer ist eine andere Entwicklung besonders sichtbar: Kraftstoffpreise verändern sich ständig.

Früher waren einige Preisänderungen am Tag üblich.

Nach Angaben des Bundeskartellamts wurden die Preise 2014 durchschnittlich etwa vier- bis fünfmal täglich geändert.

Anfang 2024 waren es bereits ungefähr 18 Preisänderungen pro Tag.

Das bedeutet rechnerisch natürlich nicht, dass jede Tankstelle rund um die Uhr in gleichmäßigen Abständen ihre Preise verändert. Es zeigt aber, wie dynamisch die Preissetzung geworden ist.

Für Autofahrer entsteht daraus ein merkwürdiger Effekt.

Mehr Preisänderungen können theoretisch zusätzlichen Wettbewerb bedeuten. Tankstellen reagieren schneller auf Konkurrenten und Nachfrage.

Gleichzeitig wird es für Verbraucher schwieriger, den tatsächlich günstigen Zeitpunkt zu erwischen.

Das Bundeskartellamt fand Hinweise darauf, dass Autofahrer seltener als früher in den günstigen „Preistälern“ tanken.

Damit wird ausgerechnet die hohe Preisdynamik zu einem Nachteil für diejenigen, die Preise vergleichen möchten.

Rund 15.000 Tankstellen liefern ihre Preise

Deutschland besitzt dabei ein Instrument, das international durchaus bemerkenswert ist.

Die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe beim Bundeskartellamt erfasst die Preise von rund 15.000 Tankstellen in Deutschland. Änderungen bei Super E5, Super E10 und Diesel müssen von den preisbestimmenden Unternehmen nahezu in Echtzeit gemeldet werden. Die Daten werden anschließend an zugelassene Verbraucherdienste weitergegeben und bilden die Grundlage zahlreicher Tank-Apps.

Das hat einen klaren Vorteil.

Autofahrer können unmittelbar sehen, welche Tankstelle in ihrer Umgebung günstig ist.

Dadurch entsteht zumindest auf Endkundenebene zusätzlicher Preisdruck.

Doch Transparenz besitzt auch eine zweite Seite.

Kann zu viel Transparenz sogar dem Wettbewerb schaden?

Das klingt zunächst widersprüchlich.

Normalerweise gilt: Je transparenter ein Markt ist, desto besser funktioniert der Wettbewerb.

Für Verbraucher stimmt das häufig.

Unternehmen profitieren allerdings ebenfalls von Transparenz.

Wenn jeder Anbieter innerhalb kürzester Zeit sieht, welche Preise sämtliche Konkurrenten verlangen, kann er seine Preise sofort anpassen.

Dadurch werden Abweichungen möglicherweise sehr schnell ausgeglichen.

Wichtig ist dabei erneut: Eine schnelle Anpassung an Konkurrenzpreise ist nicht automatisch verboten.

Für die Wettbewerbspolitik stellt sich vielmehr die Frage, ob bestimmte Formen der Markttransparenz dazu führen können, dass Unternehmen ihre Strategien gegenseitig leichter erkennen.

Genau deshalb beschäftigt sich das Bundeskartellamt intensiv mit Preisinformationssystemen im Kraftstoffgroßhandel.

Warum freie Tankstellen wichtig sind

Unabhängige und freie Tankstellen erfüllen eine wichtige Funktion im Wettbewerb.

Sie können etablierte Markennetze unter Preisdruck setzen.

Das funktioniert allerdings nur, wenn sie selbst Kraftstoff zu wettbewerbsfähigen Konditionen einkaufen können.

Wenn ein unabhängiger Tankstellenbetreiber bei der Beschaffung lediglich zwischen wenigen regionalen Lieferanten wählen kann, ist sein Spielraum begrenzt.

Genau deshalb darf eine Diskussion über Wettbewerb nicht an der Zapfsäule enden.

Die entscheidende Frage lautet nicht nur:

Wie viele Tankstellen befinden sich im Umkreis von zehn Kilometern?

Mindestens genauso wichtig ist:

Von wie vielen tatsächlich unabhängigen Quellen können diese Tankstellen ihren Kraftstoff beziehen?

Das sind zwei vollkommen unterschiedliche Fragen.

Würden mehr Tankstellen automatisch die Preise senken?

Nicht unbedingt.

Eine zusätzliche Tankstelle kann lokal durchaus für mehr Wettbewerb sorgen.

Vor allem in Regionen mit wenigen Anbietern kann ein neuer günstiger Wettbewerber die bestehenden Stationen unter Druck setzen.

Aber eine Verdoppelung der Zahl der Tankstellen würde nicht automatisch den Benzinpreis halbieren.

Tankstellen müssen wirtschaftlich arbeiten. Mehr Standorte verteilen die verkaufte Kraftstoffmenge auf mehr Betriebe und erhöhen gleichzeitig die Infrastrukturkosten.

Entscheidender als die reine Zahl der Tankstellen ist daher die Frage, ob unabhängiger Wettbewerb tatsächlich möglich ist.

Ein Markt mit zehn Marken kann weniger wettbewerbsintensiv sein als ein Markt mit fünf wirklich unabhängigen Anbietern.

Warum Tankstellen morgens und abends unterschiedlich teuer sind

Neben den strukturellen Wettbewerbsfragen gibt es einen zweiten Aspekt, den Autofahrer direkt beeinflussen können: den Tankzeitpunkt.

Kraftstoffpreise folgen häufig einem Tagesmuster.

Zu bestimmten Zeiten steigen die Preise, anschließend bilden sich günstigere Phasen.

Dahinter steckt dynamische Preissetzung.

Unternehmen versuchen, Nachfrage, Konkurrenzpreise und andere Marktsignale in ihre Preisstrategie einzubeziehen.

Dieses Prinzip kennt man auch aus anderen Branchen.

Flugtickets, Hotelzimmer und Mietwagen können abhängig von Zeitpunkt und Nachfrage unterschiedlich viel kosten.

Bei Kraftstoff fällt es nur besonders stark auf, weil Verbraucher dieselbe Ware am selben Ort innerhalb weniger Stunden zu unterschiedlichen Preisen sehen.

Warum der Staat Benzin nicht einfach billiger macht

Rein technisch könnte der Staat den Endpreis relativ schnell beeinflussen.

Die Energiesteuer wäre ein offensichtlicher Hebel.

Dass Steuersenkungen tatsächlich beim Verbraucher ankommen können, zeigte auch der Tankrabatt des Jahres 2022. Das Bundeskartellamt kam damals zu dem Ergebnis, dass die Steuerentlastung überwiegend an die Verbraucher weitergegeben wurde.

2026 wurde erneut zeitweise an der Energiesteuer angesetzt.

Eine Steuersenkung ist allerdings eine politische Entscheidung mit mehreren Folgen.

Der Staat verliert Einnahmen. Gleichzeitig verändert eine dauerhafte Verbilligung fossiler Kraftstoffe Anreize beim Energieverbrauch und kann klima- und verkehrspolitischen Zielen entgegenlaufen.

Deshalb ist die Frage nach niedrigeren Benzinsteuern von der Wettbewerbsfrage zu trennen.

Beides kann den Endpreis beeinflussen, aber über völlig unterschiedliche Mechanismen.

Würde eine Steuersenkung wirklich vollständig an Autofahrer weitergegeben?

Die Erfahrung zeigt, dass eine Steuerentlastung grundsätzlich weitergegeben werden kann.

Das bedeutet jedoch nicht, dass sich der Markt anschließend exakt so entwickelt, wie Verbraucher erwarten.

Parallel können sich Rohölpreise, Produktpreise, Wechselkurse und Margen verändern.

Dadurch ist im Alltag schwer zu erkennen, welcher Teil einer Preisbewegung auf eine Steuersenkung zurückgeht.

Eine saubere Bewertung benötigt deshalb einen Vergleich mit einem hypothetischen Preis ohne Steueränderung.

Genau das macht Diskussionen über Tankrabatte kompliziert.

Ein Preis kann beispielsweise trotz Steuersenkung steigen und trotzdem niedriger sein, als er ohne die Steuerentlastung gewesen wäre.

Verdienen Mineralölkonzerne zu viel?

Diese Frage lässt sich nicht anhand des Tankstellenpreises allein beantworten.

Zwischen einem Literpreis von beispielsweise zwei Euro und dem Unternehmensgewinn liegt ein großer Unterschied.

Vom Verkaufspreis müssen Steuern, Produktbeschaffung, Transport, Personal, Gebäude, Energie, Zahlungssysteme und weitere Betriebskosten bezahlt werden.

Gleichzeitig ist selbstverständlich, dass Mineralölunternehmen Gewinne erzielen wollen.

Entscheidend für den Wettbewerb ist deshalb nicht, ob Unternehmen Gewinne machen.

Die wichtigere Frage lautet, ob ausreichend Wettbewerbsdruck besteht, damit Preise und Margen nicht dauerhaft höher liegen können, als sie unter funktionierendem Wettbewerb wären.

Genau hier setzt die Untersuchung des Bundeskartellamts an.

Warum Tankstellenpächter nicht automatisch die Preise bestimmen

Ein weiterer häufiger Irrtum besteht darin, den Betreiber hinter der Kasse unmittelbar für jeden Cent auf der Preistafel verantwortlich zu machen.

Das muss nicht stimmen.

Je nach Geschäftsmodell kann die Preissetzung beim Tankstellenbetreiber oder bei einem übergeordneten Unternehmen liegen.

Das Bundeskartellamt weist ausdrücklich darauf hin, dass sowohl Betreiber als auch Unternehmen, die über die Preissetzungshoheit verfügen, entsprechende Pflichten gegenüber der Markttransparenzstelle haben.

Wer also morgens einen hohen Preis sieht, kann daraus nicht automatisch schließen, dass der Pächter vor Ort persönlich entschieden hat, Benzin um acht Cent zu verteuern.

Die tatsächliche Preissteuerung kann zentral erfolgen.

Warum ein Benzinpreisdeckel problematisch wäre

Eine scheinbar einfache Lösung wäre eine staatlich festgelegte Preisobergrenze.

Benzin dürfte dann beispielsweise höchstens einen bestimmten Betrag kosten.

Damit wäre das Problem hoher Preise auf den ersten Blick gelöst.

Ökonomisch entstehen dadurch allerdings neue Fragen.

Was passiert, wenn der staatlich erlaubte Verkaufspreis unter den tatsächlichen Beschaffungskosten liegt?

Wer gleicht die Differenz aus?

Wie wird verhindert, dass Anbieter Regionen mit niedrigen Margen weniger beliefern?

Und wie reagiert der Markt auf plötzlich steigende internationale Beschaffungspreise?

Preisdeckel können kurzfristig Verbraucher entlasten, verändern aber die Marktmechanismen erheblich. Deshalb ist funktionierender Wettbewerb normalerweise der nachhaltigere Ansatz.

Was stärkerer Wettbewerb tatsächlich bewirken könnte

Mehr Wettbewerb könnte vor allem dort helfen, wo Unternehmen heute nur wenige Alternativen besitzen.

Das betrifft insbesondere die vorgelagerten Handelsstufen.

Wenn unabhängige Händler leichter zwischen mehreren Raffinerien und Großhändlern wählen könnten, würde ihre Verhandlungsposition steigen.

Auch transparente, robuste und manipulationsresistente Referenzpreise könnten helfen.

Das Bundeskartellamt hat deshalb unter anderem eine stärkere gesetzliche Regulierung der im Mineralölbereich verwendeten Preisnotierungen angeregt.

Dabei geht es nicht darum, Unternehmen Gewinne zu verbieten.

Ziel eines funktionierenden Wettbewerbs ist vielmehr, dass Anbieter um Kunden konkurrieren müssen und dauerhaft überhöhte Preise schwerer durchsetzbar werden.

Warum Autofahrer trotzdem selbst Einfluss haben

Den Rohölpreis kann ein einzelner Autofahrer nicht verändern.

Ebenso wenig kann er die Energiesteuer oder die Struktur des Raffineriemarktes beeinflussen.

Beim konkreten Tankvorgang gibt es trotzdem Spielraum.

Wer Preise vergleicht, stärkt indirekt den Wettbewerb.

Das Prinzip ist simpel.

Wenn eine teure Tankstelle trotz höherer Preise genauso viele Kunden bekommt wie eine günstigere Station in unmittelbarer Nähe, besteht wenig wirtschaftlicher Druck, den Preis zu senken.

Wechseln dagegen viele Autofahrer konsequent zum günstigeren Anbieter, wird Preiswettbewerb belohnt.

Tank-Apps sind deshalb nicht nur ein Instrument zum persönlichen Sparen. Sie können gleichzeitig Wettbewerbsdruck erzeugen.

Warum Autobahntankstellen ein Sonderfall sind

Besonders sichtbar wird die Bedeutung des Standorts an Autobahnen.

Wer bereits auf der Autobahn unterwegs ist und Kraftstoff benötigt, hat weniger komfortable Alternativen.

Eine günstigere Tankstelle kann zwar wenige Kilometer entfernt liegen, dafür muss die Autobahn verlassen werden.

Dieser zusätzliche Aufwand reduziert die Wechselbereitschaft.

Aus ökonomischer Sicht besitzt eine bequem erreichbare Tankstelle dadurch einen Standortvorteil.

Das erklärt, warum Kraftstoffpreise nicht allein von Beschaffungskosten abhängen.

Auch die Zahlungsbereitschaft der Kunden und die Verfügbarkeit von Alternativen spielen eine Rolle.

Was gegen die These vom fehlenden Wettbewerb spricht

Eine ausgewogene Betrachtung muss auch die Gegenseite berücksichtigen.

Deutschland verfügt über Tausende Tankstellen verschiedener Marken und Betreiber. Verbraucher können Preise über Apps nahezu in Echtzeit vergleichen. Lokale Preisunterschiede zeigen, dass durchaus Wettbewerb stattfindet.

Auch identische oder ähnliche Preise sind kein Beweis für Absprachen.

Hinzu kommt, dass Kraftstoff ein weitgehend homogenes Produkt ist. Wenn Unternehmen dieselben Großhandelspreise, Steuern und ähnliche Kosten haben und gleichzeitig die Preise ihrer Wettbewerber beobachten, können ähnliche Endpreise auch ohne illegale Koordination entstehen.

Außerdem zeigte der Tankrabatt 2022, dass Steuerentlastungen überwiegend weitergegeben wurden.

Die These „Mineralölkonzerne sprechen einfach alle Preise ab“ wird durch die bisherigen Untersuchungen also nicht gestützt.

Gleichzeitig bedeutet das nicht, dass der Markt optimal funktioniert.

Genau zwischen diesen beiden Aussagen liegt die eigentliche Diskussion.

Was für ein Wettbewerbsproblem spricht

Auf der anderen Seite sind die Ergebnisse des Bundeskartellamts bemerkenswert.

Regional begrenzte Beschaffungsmöglichkeiten, eine hohe vertikale Integration, gegenseitige Abhängigkeiten, eine außergewöhnlich hohe Markttransparenz und möglicherweise problematische Preisnotierungssysteme sind reale strukturelle Faktoren.

Besonders aussagekräftig ist, dass die Behörde nach Abschluss ihrer Sektoruntersuchung ein eigenes Verfahren zur möglichen erheblichen und fortwährenden Wettbewerbsstörung im Kraftstoffgroßhandel eröffnet hat.

Damit ist nicht festgestellt, dass der Wettbewerb tatsächlich dauerhaft gestört ist.

Aber es zeigt, dass die Frage ernst genug ist, um sie mit den neuen Eingriffsmöglichkeiten des Wettbewerbsrechts zu untersuchen.

Warum hohe Benzinpreise nicht automatisch überhöhte Preise sind

Diese Unterscheidung ist für die gesamte Debatte entscheidend.

Ein hoher Preis kann vollkommen wettbewerbskonform entstehen.

Wenn Rohöl, Raffinerieprodukte und Transport teuer sind und gleichzeitig hohe Steuern erhoben werden, kann Benzin selbst bei intensivem Wettbewerb teuer bleiben.

Ein überhöhter Preis im wettbewerblichen Sinne wäre etwas anderes.

Dafür müsste untersucht werden, ob Unternehmen aufgrund mangelnden Wettbewerbs Preise oder Margen durchsetzen können, die unter funktionierenden Wettbewerbsbedingungen niedriger wären.

Genau deshalb reicht ein Blick auf die Zahl an der Zapfsäule nicht aus.

Was müsste sich ändern, damit Benzin günstiger wird?

Eine einzelne Maßnahme wird kaum sämtliche Ursachen beseitigen.

Niedrigere Steuern würden den Endpreis unmittelbar reduzieren, lösen aber keine strukturellen Wettbewerbsprobleme.

Mehr Wettbewerb im Großhandel könnte Margen unter Druck setzen, verändert aber die Energiesteuer nicht.

Mehr Transparenz hilft Verbrauchern beim Preisvergleich, kann jedoch gleichzeitig neue Fragen hinsichtlich der Markttransparenz zwischen Unternehmen aufwerfen.

Bessere Import- und Transportmöglichkeiten könnten regionale Abhängigkeiten reduzieren, benötigen aber Infrastruktur.

Und mehr freie Tankstellen helfen nur dann, wenn diese auch Zugang zu wettbewerbsfähigen Bezugsquellen haben.

Eine nachhaltige Lösung müsste deshalb verschiedene Marktstufen berücksichtigen.

Fehlt Deutschland nun der Wettbewerb an den Tankstellen?

Die Antwort fällt differenzierter aus, als es eine einfache Kartellthese vermuten lässt.

Es gibt Wettbewerb an deutschen Tankstellen. Gleichzeitig existieren ernstzunehmende Hinweise auf strukturelle Wettbewerbsprobleme innerhalb der vorgelagerten Kraftstoffmärkte.

Das Bundeskartellamt hat keine konkreten verbotenen Preisabsprachen festgestellt. Es sieht aber Risiken durch Marktstrukturen, regionale Abhängigkeiten und bestimmte Preisinformationssysteme.

Deshalb wäre es falsch zu behaupten, hohe Benzinpreise seien schlicht das Ergebnis eines nachgewiesenen Kartells.

Ebenso wäre es jedoch zu einfach, sämtliche Preisunterschiede ausschließlich mit Rohöl und Steuern zu erklären.

Der Wettbewerb verdient einen genaueren Blick.

Häufige Fragen zu Benzinpreisen und Wettbewerb

Warum ist Benzin in Deutschland so teuer?

Der Benzinpreis setzt sich aus Produkt- und Beschaffungskosten, Raffinerie und Transport, Vertrieb, CO₂-Kosten, Energiesteuer und Mehrwertsteuer zusammen. Im Juli 2026 entfielen laut ADAC rund 57 Prozent des durchschnittlichen Benzinpreises auf Steuern und Abgaben.

Wie hoch ist die Energiesteuer auf Benzin?

Seit dem 1. Juli 2026 beträgt die reguläre Energiesteuer auf Benzin 65,45 Cent pro Liter.

Gibt es ein Tankstellenkartell in Deutschland?

Die Untersuchungen des Bundeskartellamts haben keine konkreten Kartellrechtsverstöße nachgewiesen. Die Behörde sieht allerdings Anhaltspunkte für strukturelle Wettbewerbsprobleme im Kraftstoffgroßhandel und untersucht diese näher.

Warum haben mehrere Tankstellen häufig fast denselben Preis?

Tankstellen beziehungsweise die preisbestimmenden Unternehmen beobachten die Konkurrenz sehr genau und können schnell auf Preisänderungen reagieren. Ähnliche Preise allein beweisen deshalb keine Absprache.

Warum sinkt Benzin nicht genauso stark wie Rohöl?

Der Rohölpreis ist nur ein Bestandteil der Kosten. Raffineriemargen, Preise fertiger Mineralölprodukte, Transportkosten, Wechselkurse sowie Steuern und Abgaben beeinflussen den Endpreis ebenfalls.

Wie oft ändern Tankstellen ihre Preise?

Nach der Untersuchung des Bundeskartellamts wurden die Kraftstoffpreise Anfang 2024 durchschnittlich etwa 18-mal täglich geändert. 2014 waren es lediglich etwa vier bis fünf Änderungen pro Tag.

Kann der Staat Benzin günstiger machen?

Über eine Reduzierung von Steuern und Abgaben kann der Staat den Endpreis beeinflussen. Das ist jedoch eine politische und fiskalische Entscheidung und unabhängig von der Frage, ob der Wettbewerb im Mineralölmarkt ausreichend funktioniert.

Bringen Tank-Apps tatsächlich etwas?

Preisvergleichsdienste können Autofahrern helfen, günstigere Tankstellen und Tankzeitpunkte zu finden. Gleichzeitig erhöht ein konsequenter Preisvergleich den Wettbewerbsdruck, weil günstigere Anbieter eher zusätzliche Kunden gewinnen.

Fazit: Die hohen Benzinpreise haben nicht nur eine Ursache

Die Frage „Benzinpreise zu hoch: Fehlt Deutschland der Wettbewerb an den Tankstellen?“ trifft einen wichtigen Punkt, greift allein aber noch zu kurz.

Hohe Benzinpreise entstehen aus mehreren Komponenten.

Ein erheblicher Teil besteht aus Steuern und Abgaben. Im Juli 2026 lag deren Anteil bei Benzin durchschnittlich bei rund 57 Prozent. Selbst ein vollkommen funktionierender Wettbewerb könnte diesen Bestandteil nicht beseitigen.

Daneben bestimmen internationale Rohöl- und Produktpreise, der Dollar-Wechselkurs, Raffineriekapazitäten, Transportkosten und die Nachfrage den Preis.

Doch damit ist die Wettbewerbsfrage keineswegs erledigt.

Die Untersuchung des Bundeskartellamts zeigt, dass es insbesondere im Kraftstoffgroßhandel strukturelle Auffälligkeiten gibt. Regionale Händler haben teilweise nur wenige alternative Bezugsquellen. Mineralölunternehmen sind auf mehreren Marktstufen miteinander verflochten, und sehr detaillierte Preisnotierungen könnten die gegenseitige Beobachtung erleichtern.

Deshalb untersucht die Behörde inzwischen ausdrücklich, ob eine erhebliche und fortwährende Störung des Wettbewerbs besteht.

Für Autofahrer bedeutet das vor allem: Die hohen Preise an der Zapfsäule lassen sich weder allein den Mineralölkonzernen noch allein dem Staat zuschreiben.

Wer Benzin dauerhaft günstiger machen möchte, muss deshalb mehrere Ebenen betrachten. Steuerpolitik kann den Endpreis unmittelbar verändern. Ein stärkerer Wettbewerb kann Margen und Preissetzung beeinflussen. Eine bessere Beschaffungsstruktur könnte unabhängigen Anbietern mehr Spielraum verschaffen. Und Preisvergleichsdienste können Verbraucher dabei unterstützen, den bestehenden Wettbewerb tatsächlich zu nutzen.

Der vielleicht wichtigste Befund lautet daher: Deutschland hat nicht einfach „keinen Wettbewerb“ an den Tankstellen. Es gibt jedoch genügend Hinweise auf strukturelle Schwächen im Kraftstoffmarkt, dass das Bundeskartellamt inzwischen genauer hinschaut.

Ob diese Schwächen tatsächlich dazu führen, dass Autofahrer dauerhaft mehr bezahlen als bei vollständig funktionierendem Wettbewerb, ist die entscheidende Frage. Genau ihre Beantwortung dürfte wesentlich interessanter sein als die oft vorschnelle Behauptung, alle Tankstellen würden ihre Preise heimlich miteinander absprechen.